Unsere Netze

Wärmenetz 1: Teningen-Oberdorf

Im Jahr 2012 wurden in Teningen-Oberdorf im Rahmen eines Quartierkonzeptes erhebliche Abwärmepotenziale bei gleichzeitig hoher Wärmeverbrauchsdichte der kommunalen und privaten Liegenschaften identifiziert. Aufgrund dessen beschloss die Gemeinde den Bau eines Nahwärmenetzes mit dem Ziel eine klimaneutrale Wärmeversorgung auf Basis nachwachsender Rohstoffe und effizienter Abwärmenutzung für die Gemeinde Teningen aufzubauen. Zur Umsetzung dieses Projektes wurde die Kommunalgesellschaft Nahwärmeversorgung Teningen GmbH gegründet, mit dem Ziel diese Klimaschutzmaßnahme umzusetzen.  Mit Hilfe des Wärmenetzes in Teningen-Oberdorf, senkt die Gemeinde ihren Wärmeverbrauch in den kommunalen Gebäuden, erhöht die Versorgungssicherheit im Oberdorf und hält mit der Verwendung von heimischem Holz die Wertschöpfung in der Gemeinde.  Das bisherige Versorgungsgebiet (siehe unten) wurde bisher in zwei Bauabschnitten erschlossen.

Im Mai 2015 wurde mit der ersten Bauphase und im April 2017 mit der zweiten Bauphase begonnen. Dafür wurden in der ersten Bauphase 3,1 km und in der zweiten Bauphase 1,2 km Rohrleitungen (isolierte Kunststoffmantel-Doppelrohre) verlegt. Zur Netzstabilisierung, wurden zwei Pufferspeicher à 22 m³ sowie ein Pufferspeicher mit 10 m³ eingerichtet, die an unterschiedlichen Standorten Lastspitzen des jeweiligen Wärmeerzeugers ausgleichen. Über das Netz der Nahwärmeversorgung Teningen GmbH werden aktuell rund 179 Haushalte bzw. 450 Teninger Bürger mit umweltfreundlicher Wärme versorgt. Damit reduzieren sich die klimaschädlichen Kohlenstoffdioxid-Emissionen um rund 1.100 Tonnen pro Jahr. Dies entspricht einer jährlichen Heizölmenge von etwa 351.000 Litern. Neben der Nachverdichtung an bestehenden Leitungen, wird die dritte Bauphase für das Jahr 2020 geplant.

Das bisherige Versorgungsgebiete der Nahwärmeversorgung Teningen GmbH in Teningen Oberdorf.

Netzkarte BA II_Teningen-Oberdorf_03.05.2016

 

Wärmenetz 2: Teningen-Heimbach

In Teningen-Heimbach wurden in den vergangenen drei Jahren zahlreiche Aktivitäten unternommen, um ein Wärmenetz zu realisieren. Nun soll es dieses Jahr soweit sein! Geplant ist ein rund 1,0 km langes Wärmenetz, welches die kommunalen Liegenschaften rund um das Rathaus, Schule, Kindergarten und Feuerwehr umfasst sowie angrenzende privaten Wohngebäude. Das Technikkonzept sieht einen Pellet- und Gaskessel, die Einbindung einer 75 kWp Solarthermieanlage und eines 20 cbm Pufferspeichers vor. Mit der Einbindung der Solarthermieanlage können die Netzverluste sowie die Pellet- bzw. Gasverbräuche im Sommer reduziert werden.